Vom Beginn der Freundschaft mit Goethe bis zu seinem Tod - Schillers Leben 1794-1805

Freundschaft mit Goethe - Umzug nach Weimar - Nobilitierung 1802 - "Bürgerdiplom" - Tod am 9. Mai 1805

 

Aus zwanzigjährigem Abstand hat Goethe über sein erstes längeres Gespräch, das er mit Schiller im Juli 1794 führte, berichtet: Ein Disput über die Metamorphose der Pflanzen habe schnell die prinzipielle Verschiedenheit der Anschauungsweisen offenbart; denn was für ihn, Goethe, als Erfahrung gegolten habe, sei für Schiller nichts anderes als eine Idee gewesen. Am Ende heißt es: "keiner von beiden konnte sich für den Sieger halten".

 

Durch das fast schon freundschaftliche Gespräch konnte Goethe endgültig für die Mitarbeit an den "Horen" gewonnen werden und ein Briefwechsel entspann sich zwischen dem, so Schiller, "intuitiven Geist" Goethe und dem, so Schiller über sich selbst, "Zwitter zwischen dem technischen Kopf und dem Genie".

 

Mit dem Eintritt Goethes in sein Leben verändert sich für Schiller vieles; vor allem wird er (nicht anders als Goethe durch ihn) wieder zur poetischen Produktion angeregt, die fortan ohne die Mithilfe des anderen nicht mehr zu denken ist.

 

Im ersten Jahr nach der Schwabenreise beeinträchtigen jedoch die Durchführung des Horen-Plans sowie die Vorbereitung der Herausgabe eines Musen-Almanachs Schillers schriftstellerische Arbeiten. Immerhin gelingt in dieser Zeit die Umarbeitung der Briefe an den Erbprinzen von Augustenburg zu der für die "Horen" bestimmten Abhandlung "Ueber die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen".



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