Von der Flucht aus Stuttgart bis zum Beginn der Freundschaft mit Goethe - Schillers Leben 1782-1794



(DLA Marbach)

Mannheim - Gut Bauerbach - Leipzig - Weimar - Professur in Jena - Hoch zeit mit Charlotte von Lengefeld - schwere Erkrankung - Württemberg - erstes Treffen mit Goethe: freundschaftliches Gespräch über Pflanzen

 

Am 24. September 1782 war Schiller in Mannheim angekommen, am 3. Oktober machte er sich aus Furcht vor württembergischen Häschern auf die Weiterflucht: zunächst nach Frankfurt, dann nach Oggersheim.

 

Dort erreicht den finanziell ruinierten und psychisch angeschlagenen Dichter das Angebot Henriette von Wolzogens, der Mutter des ehemaligen Mitschülers und späteren Schwagers, auf ihrem Gut Bauerbach bei Meiningen einige Zeit zu leben. Schiller hält sich hier von Dezember ´82 bis Juli ´83 auf, arbeitet an seinem nächsten Drama, dem bürgerlichen Trauerspiel "Louise Millerin" - von Iffland später in "Kabale und Liebe" umgetauft - und nebenher am ersten Entwurf des "Don Karlos".

 

Nach Mannheim zurückgekehrt, wird Schiller für ein Jahr als Theaterdichter angestellt. Doch kann er sein Vorhaben, neben "Fiesko" und "Kabale und Liebe" ein drittes Stück zur Bühnenreife zu bringen, nicht verwirklichen; also wachsen seine Sorgen, die finanziellen besonders.

 

Die glanzvolle "Kabale und Liebe"-Aufführung in Mannheim mindert die Sorgen nicht und auch die Wahl zum Mitglied der "Kurfürstlichen Deutschen Gesellschaft", Anfang 1784, oder die Ernennung zum Weimarischen Rat am Ende des gleichen Jahres schaffen keine Abhilfe. Der Dichter beschließt, sich durch die Gründung einer literarischen Zeitschrift zu helfen.




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