Leben bis 1782  3




Anfang 1774, nach einem Jahr allgemein-humanistischer Ausbildung, entschließt sich Schiller zum Studium in der juristischen Fakultät, die gerade der Pflanzschule angegliedert wurde. Als im November 1775 die Akademie nach Stuttgart verlegt und um eine medizinische Fakultät erweitert wird, beginnt Schiller, Medizin zu studieren - lebendige Menschen interessieren ihn mehr als tote Gesetze.

 

Im Oktober 1779 reicht Schiller eine medizinische Dissertation ein, in der er sich - ein bleibendes Schiller-Thema - mit der Vermittlung von Geist und Materie, Körper und Seele beschäftigt. Die Dissertation wird jedoch nicht angenommen. Obwohl sie den Gutachtern, unter ihnen der Herzog, nicht einmal missfällt; es stehe, befindet dieser, "viel schönes darin", und es sei "mit Feuer gesagt".

 

"Aber eben des wegen wird gut seyn wenn der Schiller noch 1 Jahr in der Academie bleibt, wo es indessen gedämpft werden kann, so daß er hernach bey continuierendem Fleiß einst ein großes Subject werden kann."

 

Das Jahr vergeht, eine zweite Dissertation mit anderem Titel und neuer Grundthese wird vorgelegt - und angenommen.

Am 15. Dezember 1780 wird Schiller aus der Militärakademie entlassen und als Regimentsmedikus in Stuttgart angestellt.

Von seiner beruflichen Tätigkeit ist kaum etwas bekannt und gar nichts von besonderen Erfolgen des Arztes. Statt dessen hat die Nachwelt mancherlei gehört von Liebeshändeln, Saufgelagen und Lustbarkeiten anderer Art. Zuträger Petersen:

 

"Sommers alle Abende Kegelspiel - Winters Manille, ein leichtes Kartenspiel"




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