Schillers Leben
bis zur Flucht aus Stuttgart im Jahre 1782


Frühe Frömmigkeit - Zuchtanstalt "Karlsschule" - zwei Dissertationen - ein liederlicher Regimentsmedikus - Flucht aus Stuttgart

 

Schiller wurde am 10. November 1759 in Marbach am Neckar geboren und erhielt am folgenden Tag in der Taufe die Namen Johann Christoph Friedrich.

 

Sein Vater Johann Caspar Schiller stand als Leutnant in Diensten des württembergischen Herzogs Carl Eugen; 1775 wurde er Verwalter der Herzoglichen Hofgärten und Baumschulen auf der Solitude. Zeitgenossen beschreiben ihn als redlich und fromm, streng und mit praktischer Vernunft begabt. Die Mutter, Elisabetha Dorothea, geb. Kodweiß, galt als fantasievoll und nicht minder fromm. - Außer dem Sohn hatte das Ehepaar drei Töchter: Christophine, Louise und Christiane.

 

In den Jahren bis 1764 zog die Familie umher, wie es der Beruf des Vaters verlangte: nach Würzburg, Cannstatt, Schwäbisch Gmünd, schließlich nach Lorch, wo Schiller 1765/66 die Dorfschule besuchte.

 

Schon früh äußerte er den Wunsch, Geistlicher zu werden - dem starken Vater wurde ein stärkerer übergeordnet. Auf einem Stuhl gerade groß genug, hält der Junge Predigten und verlangt von seinen Zuhörern Andacht.

 

Dem erneuten Wohnungswechsel der Familie nach Ludwigsburg folgt Anfang 1767 der Eintritt in die dortige Lateinschule. Als Schiller gerade 13 Jahre alt ist, wird er verpflanzt: Carl Eugen hatte 1771 auf der Solitude eine "Militär-Pflanzschule" gegründet, auf der er begabte Landeskinder erziehen und ausbilden lassen wollte. Die Eltern mussten sich schriftlich damit einverstanden erklären, dass ihre Kinder ausschließlich in die Dienste des Hauses Württemberg zu treten hätten.



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