Einleitung  3




Die Überlieferung, Schiller habe sich bei seiner poetischen Produktion mit Vorliebe von dem Geruch fauler Äpfel stimulieren lassen, geht auf die Erfindung eines Nachgeborenen zurück.
Nicht erfunden ist hingegen, was zuweilen von Ohrenzeugen berichtet worden ist: dass Schiller, der zeitlebens seinen schwäbischen Dialekt nicht loswurde, seine Werke nur mit störendem Pathos deklamieren konnte.

 

Goethe aber ließ sich von solchen Störgeräuschen in seiner Einschätzung Schillers nicht beirren. Kurz nach dem Tod des Freundes sagte er gegenüber dem Kanzler von Müller:

 

"Schiller war ein ganz anderer Geselle wie ich und wusste in der Gesellschaft immer bedeutend und anziehend zu sprechen."

 

Und zu Eckermann sagte der 79 Jahre alte Olympier:

 

"Schiller ist so groß am Teetisch, wie er es im Staatsrat gewesen sein würde. Das war ein rechter Mensch, und so sollte man auch sein!"

 




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