Einleitung
Schillers Gestalt und Geschmack


Der Typus Schiller: verklärt und umstritten - Stimmen von Goethe, Jean Paul und den Romantikern bis zu Hans Magnus Enzensberger

 


Früh schon wurde er verklärt. So beschloss der Bildhauer Johann Heinrich Dannecker, kurz, nachdem er vom Tod des Freundes erfahren hatte:

 

"Schiller muß Colossal in der Bildhauerey leben, ich will eine Apoteose."


Und auch frühere bildnerische Darstellungen hatten ihre Wirkung nicht verfehlt. Jean Paul zum Beispiel muss sein Urteil über Schiller von 1795 einem Abbild von Dora Stock (von 1794/95) oder Heinrich Lips (zw. 1789 und 1794) entnommen haben. Jean Paul:

 

"Schillers Portrait oder vielmehr seine Nase daran schlug wie ein Blitz in mich ein; es stellet einen Cherubim [!] mit dem Keime des Abfalls vor, und er scheint sich über alles zu erheben, über die Menschen, über das Unglück und über - die Moral. Ich konnte das erhabene Angesicht, dem es einerlei zu sein schien, welches Blut fließe, fremdes oder eignes, gar nicht satt bekommen."






Porträts: Dannecker - Lips - Stock (DLA Marbach)




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