Spuren 70

Bei seinen Vorarbeiten für eine Biographie des Schriftstellers, Bühnenautors und Schauspielers Curt Goetz (1888–1960) fand Horst Jaedicke zwar das Drehbuch eines von Curt Goetz in Stuttgart gedrehten Stummfilms mit dem Titel "Friedrich Schiller. Eine Dichterjugend" (1923), aber der Film selbst blieb trotz aller Anstrengungen unauffindbar.

 

Auf einmal ist er dann doch noch aufgetaucht. Eine der von Horst Jaedicke in alle Welt verschickten Anfragen hatte Erfolg. So lag der Gedanke nahe, eine Wiederaufführung des Films zu versuchen, an gleicher Stelle wie damals, nämlich im Württembergischen Staatstheater Stuttgart, und über 80 Jahre nach seiner ersten Aufführung an Ostern 1923.

 

Das neue Heft der Marbacher Reihe ›Spuren‹ stellt den einst berühmten Autor Curt Goetz vor und erzählt von der Entstehung jenes frühen Schillerfilms, der noch an den Originalstätten von Schillers Leben in und um Stuttgart gedreht werden konnte: dem Alten Schloß, den Schlössern Solitude und Hohenheim, auch auch der Hohen Karlsschule und dem Gasthof »Zum Goldenen Ochsen«. Einige dieser Schillerstätten sind bei der Zerstörung des alten Stuttgart im Bombenkrieg untergegangen und werden für uns nun, in einem Film von 1923, plötzlich wieder lebendig.

 

Im Schillerjahr 2005 konnte diesem 70. Spurenheft überdies ein eigenes Bilderalbum beigegeben werden, mit noch erhaltenen Filmfotos und einer ausführlichen Beschreibung des Stummfilms, Szene für Szene: vom Eintritt in die Hohe Karlsschule bis zur Uraufführung der ›Räuber‹ in Mannheim und der Flucht des jungen Schiller aus Württemberg.



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