Goethes "Weder - Weder"

Schillers "Noch - Noch"

 

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Hanns von Gumppenberg (1866 - 1928) alias Prof. Dr. Immanuel Tiefbohrer nimmt sich mit germanistischer Gründlichkeit zweier kardinaler Stellen aus den Werken der Weimarer Heroen Goethe und Schiller an: Bin weder Fräulein, weder schön (Gretchen - aus "Faust") Noch Sie, noch ich ...! (Domingo zu Alba - aus "Don Carlos").

 

Mit Akribie notiert er inhaltsschwere Deutungen, die nur tiefe Glücksgefühle der Erkenntnis auslösen können - so die Erleuchtung, daß das doppelte "e" in "Weder - Weder" durchaus seine Entsprechung im Namen der zunächst spröden Heldin findet - was wiederum klanglich dem Diminutivum von "Gräte" ähnelt: "also jenem Knochensurrogat der Wasserbewohner, das den Genußfreudigen zunächst durch stachelige Feindseligkeit abwehrt". Auch Schillers "Noch - Noch" offenbart wahre Abgründe dichterischen Genies, läßt doch schon die eminente persönlichkeitsmalende Kraft der zwei Worte Schlüsse zu über einen chronischen Rachen- und Kehlkopfkatarrh des hageren Mönchs...



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